Meeres- und Polarforschung

Die Kontakte zwischen russischen und deutschen Wissenschaftlern im Bereich der Meeres- und Polarforschung haben eine jahrhundertelange Tradition.
Die unendlichen polaren Küsten, die Barents-See, der Laptjew-See, der Kara-See und das Sibirische und arktische Meer sind nicht nur von weitreichender Bedeutung für das globale Ökosystem sondern auch ein unikales Forschungsfeld für Klima-, Meeres- und Polarforscher der gesamten Welt.

Zu Beginn der 1990iger Jahre wurde das russische Hoheitsgebiet für internationale Expetitionen geöffnet und mit Unterzeichnung der Fachvereinbarung 1995 kam der deutsch-russischen Zusammenarbeit eine herausgehobene Rolle zu. Im Rahmen dieser Vereinbarung wurden seither Projekte in einem Umfang von mehr als 30 Mio. Euro gefördert
Allgemein sind die Forschungsschwerpunkte im Bereich Meeres- und Polarforschung wie folgt definiert:

Meeresforschungsprogramm der Bundesregierung

Meeresbezogene Klimaforschung
ozeanographische und geowissenschaftliche Untersuchungen für ein besseres Verständnis der Rolle der Ozeane im Klimasystem, für eine Beschreibung der Auswirkungen von klimatischen Schwankungen als Basis für Präventiv- und Schutzmaßnahmen, Modelle zur Prognose künftiger Entwicklungen usw.

Marine Umweltforschung
Erforschung der Strukturen und Funktionen mariner Umweltsysteme, einschließlich der Rolle der Biodiversität in den Meeren, Untersuchung biogeochemischer Kreisläufe in den Ozeanen sowie Identifizierung von Belastungen der Randmeere und Küstenregionen.

Marine geowissenschaftliche Forschung
Untersuchungen zu Prozessen an den aktiven mittelozeanischen Rücken, der Beschaffenheit der ozeanischen Kruste, Entwicklung und Aufbau von Kontinentalrändern, den Prozessen bei der Sediment- und Lagerstättenbildung sowie dem Stoffaustausch an der Grenzfläche des Meeresbodens.

Geräte und Systeme
Entwicklung moderner, kostengünstiger Geräte und Systeme für die Meeresforschung und Meeresüberwachung (Sensorik, stationäre und mobile in-situ-Messsysteme, automatische Probennehmer, Langzeitenergieversorgung, Monitoringkonzepte usw.).

Polarforschungsprogramm der Bundesregierung

Polar- und Meeresforscher untersuchen das System Ozean-Eis-Atmosphäre und dessen Einfluss auf das globale Klima. Dabei konzentrieren sich die ozeanographischen Studien auf das Weddellmeer in der Antarktis und das Nordpolarmeer in der Arktis von Ostsibirien über Russland bis hin zum nördlichen Atlantik bei Spitzbergen einschließlich der Ausbreitung neu gebildeter Wassermassen in den Weltozeanen. Geowissenschaftler rekonstruieren die Geschichte der polaren Regionen und Ozeane. Sie untersuchen bio-geochemische Stoffkreisläufe im Ozean und Ablagerungsprozesse am Meeresgrund. Die abwechslungsreiche Klimageschichte wird anhand von Eiskernen aus den großen Eisschilden Grönlands und der Antarktis sowie mit Hilfe von Meeressedimenten und Salzablagerungen rekonstruiert.

Projekte im Bereich Meeres- und Polarforschung

  • Ministerium

    Schwerpunkte der Meeres- und Polarforschung

    Deutsch-russische Kooperation im Bereich der Meeres- und Polarforschung gehört zu den erfolgreichsten – über viele Jahre ist es den Forschern gelungen, im Rahmen der WTZ-Vereinbarung zwischen Deutschland und Russland konnte eine sehr intensive Zusammenarbeit zum beiderseitigen Nutzen gestaltet und gefördert werden.
    [mehr...] (URL: http://www.deutsch-russische-partnerschaft.de/de/94.php)
  • Ministerium

    Projekte

    Hier finden Sie ausschließlich Beispiele der deutsch-russischen Zusammenarbeit aus der Förderung des BMBF.
    [mehr...] (URL: http://www.deutsch-russische-partnerschaft.de/de/96.php)