Bestimmung des Wachstumshormons Isoformen in humanem Plasma mit Hilfe neuer biotechnologischer Strategien

Die Bestimmung von Wachstumshormonen im Plasma des menschlichen Organismus ist von zentraler Bedeutung für die Endokrinologie und schließlich die Beurteilung von Krankheitsbildern, die im Zusammenhang mit Defiziten oder Überangeboten von Wachstumshormon (hGH) stehen.
Das menschliche hGH ist aus vielen verschiedenen Varianten zusammengestellt, deren Auftreten in der Zirkulation mit herkömmlichen Messmethoden nicht differenziert betrachtet werden konnte. Mit Hilfe einer neu entwickelten Methodik konnten verschiedene Formen des hGH aus Plasma isoliert werden und nach Größe sowie Polarität getrennt visualisiert werden. Dazu wurde das hGH mit Hilfe von Antikörpern aus Plasma gewonnen und auf so genannter 2-dimensionaler Gelelektrophorese getrennt. Die Anfärbung der hGH-Varianten erfolgte ebenfalls über einen Antikörper, der durch chemische Reaktionen „leuchtet“ und so ein sehr empfindliches Mess-System darstellt. Ein typisches Beispiel einer Abbildung, welche verschiedene hGH-Formen beinhaltet, ist in Abb. 1 dargestellt. Kleinste Mengen der hGH-Formen konnten so im Plasmaproben bestimmt und ausgewertet werden. Erste Anwendungen der Methodik wurden bei gesunden Probanden durchgeführt, deren hGH-Formen vor und nach intensiver Belastung gemessen wurden. Die Stimulation der hGH-Ausschüttung sowie das Verhältnis der einzelnen Varianten untereinander konnte durch das entwickelte Verfahren visualisiert und evaluiert werden.


Abbildung einer Plasmaprobe, die bezüglich hGH-Varianten untersucht wurde