BMBF fördert russische Ingenieure durch neue Weiterbildungsinitative

Mit Unterstützung von DAAD, RWTH Aachen, Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und InWent hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) russische Ingenieure zu Aufenthalten nach Deutschland eingeladen

Dozenten der RWTH Aachen und 16 russische Ingenieure im Labor für Hochspannungstechnik der RWTH Aachen

Bei dieser Weiterbildungsinitiative, die erstmals im Oktober 2007 angelaufen ist, werden in den kommenden Jahren mehrmals Gruppen von russischen Ingenieuren verschiedener Fachrichtungen gefördert. Die Ingenieure sollen während ihres Aufenthaltes Einblicke in deutsche Wirtschafts- und Produktionsabläufe gewinnen und sich mit deutscher Unternehmenskultur vertraut machen. Organisiert wird diese Maßnahme durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Kooperation mit InWent, der RWTH Aachen sowie dem Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft . Neben einem Einführungsseminar und einer Follow Up-Veranstaltung in Russland sind in Deutschland ein mehrwöchiges fachliches Vorbereitungsseminar sowie ein mindestens zweimonatiges Betriebspraktikum vorgesehen. Als deutsche Firmen beteiligt waren u.a. Bosch, Deutsche Bahn AG, Leoni Bordnetz Systeme, Siemens AG und SMS Demag.


Empfang der Gruppe durch den Parlamentarischen Staatssekretär Storm im BMBF

Zentrales Ziel dieser Initiative ist es, jungen russischen Ingenieuren, die bereits über eine sehr gute theoretische Grundlagenausbildung verfügen, Kenntnisse moderner Technologien und modernes Managementwissen zu vermitteln. Diese Voraussetzungen sind sowohl für die Tätigkeit der russischen Unternehmen in Deutschland als auch für das Engagement deutscher Unternehmen in Russland und damit für die Verbesserung der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen von großer Bedeutung.
Neben den genannten deutschen Institutionen und Unternehmen sind auf russischer Seite das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel sowie die Föderale Kommission für die Organisation und Managerfortbildung an dieser Weiterbildungsinitiative beteiligt.

Der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF, Andreas Storm, hob die Bedeutung dieser gemeinsamen Maßnahme vor dem Hintergrund der Deutsch-Russischen Strategischen Partnerschaft hervor, als er am 20. Dezember 2007 in Berlin die erste Pilotgruppe aus Russland empfing. „Ich freue mich, dass wir mit dieser neuen Weiterbildungsinitiative einen Beitrag leisten, um die konstruktive Zusammenarbeit mit unseren russischen Partnern gemeinsam auszubauen und zu gestalten“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär.