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Unterzeichnung eines Memorandums DLR/ Bortnik-Fonds in Moskau 04.12.2007

Am 4. Dezember 2007 wurde in Moskau ein deutsch-russisches Memorandum of Understanding „über die Zusammenarbeit im Bereich angewandter industrienaher Forschung sowie der Kooperation innovativer KMU“ unterzeichnet, das erstmals ein gezieltes koordiniertes Initiieren von speziell industrienaher bilateraler FuE-Kooperation zwischen Deutschland und Russland erlaubt.
Vertragspartner der Vereinbarung sind auf russischer Seite der nicht-kommerzielle, staatliche „Russische Fonds für die Unterstützung kleiner innovativer Unternehmen“ (FASIE) und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beziehungsweise das Internationale Büro (IB) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

Die Unterzeichnung des Memorandums durch den Generaldirektor von FASIE, Prof. Iwan Bortnik, und Dr. Jörn Sonnenburg (IB) fand im russischen Ministerium für Bildung und Forschung (MON) statt, in Anwesenheit von Ministerialbeamten beider Seiten: Vom BMBF nahm der Leiter des Referats für die Zusammenarbeit mit Russland, Michael Schlicht, an dem feierlichen Akt teil, von Seiten des MON waren der Leiter der Abteilung für internationale Zusammenarbeit, Wladislav Nichkow, sowie Konstantin Woronin (in der internationalen Abteilung für die Zusammenarbeit mit Deutschland zuständig) anwesend. Dieser Rahmen unterstreicht die Bedeutung der geplanten Zusammenarbeit für die offizielle bilaterale Forschungskooperation zwischen Russland und Deutschland.

Zustande gekommen ist die Zusammenarbeit wesentlich durch Vermittlung des Unternehmensberaters Technostart, Dr. Karl-Heinz Klinger, der bereits viele Jahre mit dem russischen Fonds zusammenarbeitet. Technostart ist auch bereit, die Umsetzung des Vereinbarung zu unterstützen und geeignete Partner auf der deutschen Seite anzusprechen.

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Förderung der Kooperation zwischen deutschen und russischen innovativen Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Rahmen von gemeinsamen Ausschreibungen. Inhaltlich werden die für beide Länder relevanten Themenbereiche benannt: Biotechnologie und Medizintechnik, Nanotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologien, neue Materialien und Produktionsforschung, Energieeffizienz und nachhaltige Umwelttechnologien sowie optische Technologien. Die erste Ausschreibungsrunde soll im Frühjahr 2008 erfolgen, zurzeit bereiten die beteiligten Partner die Ausschreibung vor.