Informations- und Kommunikationstechnologie IKT

Die Informations- und Kommunikationstechnologien sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Sie tragen verstärkt zur Wertschöpfung bei und wirken als Wachstumsbeschleuniger für viele andere Branchen. Die vielfältigen Kontakte und Partnerschaften in diesem Bereich wurden durch die neue, im Februar 2005 unterzeichnete Fachvereinbarung über die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Informations- und Telekommunikationstechnologien zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem russischen Ministerium für Bildung und Wissenschaft (MON) gefestigt.
Fachliche Schwerpunkte sind:
  • Parallelcomputing und Höchstleistungsrechnen,
  • mathematische Modellierung,
  • Software Engineering,
  • virtuelle und erweiterte Realität,
  • Informationsverarbeitung nach biologischen Prinzipien,
  • Wissensverarbeitung,
  • Kommunikationsforschung,
  • Internetmanagement und - anwendungen.

Die Schwerpunkte der Bundesregierung zur Förderung der Informations- und Kommunikationstechnologien leiten sich aus der Hightech-Strategie ab und sind im Forschungsprogramm IKT 2020 zusammengefasst.

Besonderer Forschungsbedarf wird vor allem bei den folgenden IKT-Themen gesehen:

  • Embedded Systems: Über 90 Prozent aller Prozessoren arbeiten nicht in einem PC, sondern im Verborgenen als so genannte „Embedded Systems“, wie etwa in Antiblockiersystemen im Automobil, in Maschinensteuerungen, in Telefonanlagen und medizinischen Geräten.
  • IT-Sicherheit und Zuverlässigkeit: Die Komplexität von Systemen, in denen IT eine zentrale Rolle spielt, nimmt laufend zu. Aus diesem Grund ist die Erforschung von Lösungen für die Sicherstellung von Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von IT-Systemen unerlässlich.
  • Mensch-Technik-Interaktion (MTI): Verbesserte Schnittstellen sollen den Umgang mit Technik erleichtern. Die Benutzerfreundlichkeit entscheidet heute über den Erfolg von Produkten im Wettbewerb und wird zunehmend wichtiger als die Funktionsvielfalt.
  • Simulierte Realität: Der Einsatz von Simulationstechnik ist mehr und mehr Voraussetzung für international konkurrenzfähige Forschung. Ihre Rechnungen führen oft kostengünstiger und wesentlich schneller zum Ziel als langwierige und teure Experimente. Das gilt gleichermaßen für Anwendungen in Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft, etwa bei der Berechnung und Simulation komplexer Probleme und Prozesse in den Materialwissenschaften, der Quanten-, Plasma- und Astrophysik, aber auch bei der Entwicklung und dem Bau von Fahrzeugen (Auto, Flugzeug, Schiff).
  • Multimedia: Geplante Schwerpunkt-Bereiche der Technologieförderung sind u. a. vernetzte Intelligente Systeme, Wissensmanagement und E-Learning sowie sichere mobile IKT-Anwendungen in Mittelstand und Verwaltung (SimoBIT), das deutsch-französische Kooperationsprojekt QUAERO zur Entwicklung einer neuen Generation von Suchtechnologien („Semantische Technologie“) sowie E-Energie (IKT-Steuerung und -Optimierung der Energieversorgung), E-Simulation (webbasierte Simulation von Bauteilen und Prozessen), E-Robotik (autonome Steuerung webbasierter Strukturen).
  • Grid Computing: Wird eine Vielzahl von Rechnern virtuell verbunden und mit digitalen Diensten, komplexer Anwendungssoftware sowie intelligenten Systemen der Informationsverarbeitung ausgestattet, so entstehen noch leistungsfähigere Superrechner. Durch diese Höchstleistungsnetze werden Forschungsprozesse in Wissenschaft und Wirtschaft beschleunigt, und neue Formen des Arbeitens ermöglicht.
  • Internet der Dinge: Das Internet entwickelt sich derzeit zum „Internet der Dinge“, d. h. künftig werden nicht nur Daten, sondern auch viele Geräte direkt über das Internet zu erreichen (und mithilfe von Diensten zu nutzen) sein.
  • Gedruckte Elektronik: Geeignete Kunststoffe lassen sich durch Drucken oder andere Rolle-zu-Rolle-Verfahren sehr einfach zu elektronischen Bauelementen und komplexeren Systemen (zusammenrollbare Bildschirme) verarbeiten.
  • Ministerium

    Schwerpunkte der IKT

    In der deutsch-russischen Kooperation im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien verbindet sich in hervorragender Weise das große und exzellente Potenzial russischer Mathematiker/innen und grundlagenorientierter Software-Wissenschaftler/innen, mit den stärker anwendungsorientierten Forschungsansätzen, die im Rahmen der BMBF-Fachprogramme gefördert werden.
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  • Ministerium

    Projekte

    Hier finden Sie ausschließlich Beispiele der deutsch-russischen Zusammenarbeit aus der Förderung des BMBF.
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